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Was ist Kyudo?

Ist das nicht Meditation mit Pfeil und Bogen? Nicht man selbst, sondern "Es" schießt. Und irgendwann ist man so erleuchtet, dass man das Ziel sogar im Dunkeln trifft... Seit Eugen Herrigels Kultbuch 'Zen in der Kunst des Bogenschießens' ist Kyudo von einer Aura des Mysteriums umgeben.

Buch zugeklappt, runter von der Couch, hinein ins Dojo, in die Trainingshalle der japanischen Kampfkünste. Was Kyudo ist, lässt sich nur Schuss für Schuss herausfinden von jeder/m für sich selbst auf dem Weg des Bogens (Kyu=Bogen, Do=Weg).

Mit den Hassetsu, den acht Bewegungsphasen, liegt eine Anleitung für das erfolgreiche Schießen mit dem asymmetrischen Bogen vor- das ist die Technik. Das Ablegen von Versagensängsten und falschen Ambitionen, das Anlegen von Entschlossenheit, Achtsamkeit und Hingabe - das ist die geistige Seite beim Kyudo. Wenn alles zusammenkommt, geschieht seisha hitchu: der wahre Schuss, der nie sein Ziel verfehlt.

Kyudo ist für Frauen und Männer ab 16 Jahren geeignet. Trainiert wird zweimal in der Woche in der Turnhalle der Galilei-GS in Kreuzberg (Zugang über die E.T.A.-Hoffmann-Promenade). Wenn die Witterung es erlaubt auch auf unserem schönen Bogensportplatz am Columbiadamm. Zu Beginn sind weder Vorkenntnisse noch Ausrüstung erforderlich. Nur der Wille, den Weg des Bogens zu betreten. Die Lernenden werden von unseren Trainern Stephan Borngässer (3.Dan) und Rolf Sieg (3.Dan) unterrichtet.

Mehr Informationen findet ihr beim Deutschen Kyudo Bund.