Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.

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Gehörlosen-Wasserfahrsport

In Berlin gibt es Schätzungen zufolge an die 50.000 Hörgeschädigte, keineswegs nur besonders betagte Menschen. Ihre Integration in die Welt der Hörenden kann im Sport besonders gut gelingen, wenn Alternativen zu herkömmlichen in sich geschlossenen Hörgeschädigten-Angeboten eröffnet werden.

Die Integration und Inklusion von Gehörlosen im Ruder- und Kanusport ist in Deutschland bisher einmalig.

Das Integrationsprojekt für Gehörlose wird in Treptow-Köpenick und Spandau seit Mai 2010 realisiert. Ein Standort ist das neu errichtete Wassersportzentrum am Bruno-Bürgel-Weg. Der zweite Standort für das Projekt ist das gepachtete Grundstück am Tiefwerderweg in Berlin-Spandau.

Im Wassersportzentrum werden Gehörloseninstallationen eingebaut. Außerdem wird ein Lehrfilm für Gehörlose über den Rudersport erstellt und etwa 200 Begriffe aus dem Rudersport in die Gebärdensprache übersetzt. Diese Begriffe beziehen sich insbesondere auf geläufige Ruderkommandos und Bootsklassen sowie auf den geselligen Bereich.

Einige Vereinsboote (Ruderbarke, zwei See-Gigs) ermöglichen bereits wegen ihrer besonders breiten Bauweise die Mitnahme eines Gebärdendolmetschers auf der Steuermannsbank. Durch den Einsatz von speziell in der Gebärdensprache geschulten Trainern werden die gehörlosen Rudersportler in den regelmäßigen Sport- und Wettkampfbetrieb der Ruderabteilung integriert.

Durch den Bericht von TV Berlin Aktiv können Sie einen ersten sichtbaren Eindruck des Gehörlosen-Wasserfahrsports gewinnen.

 

Auch der Gehörlosenverein Jubel3 ist von diesem Projekt durchaus begeistert und berichtet in seinen Vereinsnachrichten via Youtube über den Gehörlosen-Wasserfahrsport bei der TiB.

Dieser Bericht wurde von Frau Josephine Meinhardt angefertigt und ist hier zum nachlesen schriftlich hinterlegt.

Unser Gehörlosenwörterbuch: