Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.

Ultimate Frisbee

Ultimate Frisbee
Abteilung Ultimate Frisbee

Berichte

Was ist Ultimate Frisbee?

Beim Begriff „Frisbee“ denken die meisten Zeitgenossen an eine fröhliche Runde, die sich im Park eine Plastikscheibe zuwirft. Diese 'harmlose' Variante hat aber schon Ende der 60er Jahre einigen Frisbee-Enthusiasten nicht mehr genügt. Sie entwickelten daraufhin mehrere Wettkampfdisziplinen, darunter einen Mannschaftssport: Ultimate.

Ultimate Frisbee wird von zwei Teams zu je sieben Feldspielern gespielt. Das Feld entspricht in etwa einem längs geteilten Fußballfeld, von dem wiederum ungefähr auf Höhe der Strafräume quer zwei Endzonen abgeteilt sind. Zu Beginn des Spiels stellt sich jede Mannschaft an einer Endzone auf.

Die Angreifende Mannschaft erhält die Scheibe und versucht das Feld durch Pässe von Spieler zu Spieler zu überbrücken. Gelingt ihr dies, d.h. wird die Scheibe in der gegnerischen Endzone gefangen, ohne zwischenzeitlich auf dem Boden, im Aus, oder in den Händen eines Gegenspielers zu landen, so erzielen die Angreifer einen Punkt. Andernfalls erhalten sofort die Verteidiger die Scheibe und starten ihrerseits einen Angriff in entgegen gesetzter Richtung.

Nach jedem Punkt stellen sich beide Teams erneut an den Endzonen auf. Das Spiel wird fortgesetzt, indem das Team, welches den Punkt erzielt hat, dem anderen die Scheibe zuwirft. Während des Spiels dürfen die Angreifer Scheibe weder weiterreichen noch selbst mit ihr loslaufen. Wird im Laufen gefangen, so muss der Fänger umgehend zu Stehen kommen. Er hat dann seinerseits zehn Sekunden Zeit, die Scheibe weiter zu passen.

Ultimate wird generell ohne Körperkontakt gespielt. Auch ein Aus-der-Hand-Schlagen oder -Reißen der Scheibe ist nicht erlaubt. Die Verteidiger versuchen daher meist durch Manndeckung Pässe abzufangen oder niederzuschlagen oder zu erreichen, dass ein Angreifer einen Wurf fallen lässt oder ins Aus wirft.

Aus diesen Vorgaben ergibt sich ein laufbetontes Spiel, das gute Kondition aber auch gute Wurf- und Fangtechnik und von Fortgeschrittenen auch einiges an taktischem Verständnis erfordert. Von allen Spielern wird faires Verhalten erwartet, insbesondere weil es laut offiziellem Regelwerk keine Schiedsrichter gibt.

Meist wird Ultimate auf Rasen gespielt, im Winter wird in der Halle eine Variante mit fünf gegen fünf Spielern praktiziert. Einen ganz besonderen Ruf genießen Strandturniere, wo ebenfalls zu fünft gespielt wird. Sofern sich die Gelegenheit ergibt, wird auch in Berlin auf Sand gespielt, etwa auf Beachvolleyballfeldern oder in einem der Strandbäder.

Die Ultimate-FG der TiB 1848

In Deutschland wird Ultimate ungefähr seit Ende der 70er Jahre gespielt. Nach langsamer aber stetiger Verbreitung gibt es derzeit bundesweit ungefähr 1500 Spieler in knapp 100 Teams. Einmal pro Jahr wird auf einem Drei-Tages-Turnier die Deutsche Meisterschaft in 4 offenen Ligen und einer Damen-Liga ausgetragen – alle mit je 10 Teams. Ähnlich vollziehen sich im Winter die Hallenmeisterschaften, allerdings mit nur 7 Teams pro Liga. Auf- und Abstiege werden auf je einem Relegationsturnier pro Saison ermittelt.

Die Anfänge des Berliner Ultimate-Sports liegen in den 80er Jahren. Seit Ende der 90er wird der Sport auch in der TiB 1848 praktiziert, zunächst in der Abt. Freizeitsport. Nacheinander traten die meisten Mitglieder der ursprünglichen Berliner Teams „Wall City“, „Blindfische“ und „Discipuli“ sowie des Damenteams „Milder Norden“ dem Verein bei. Im Jahre 2002 wurde eine eigene Fachgruppe gegründet, die mittlerweile mehr als 50 Mitglieder zählt.

Von April bis September trainieren wir zwei bis drei Mal pro Woche auf dem Vereinsgelände am Columbiadamm, im Winter an momentan vier Tagen in verschiedenen Hallen in Kreuzberg und Treptow. Durch die vielfältigen Trainingsmöglichkeiten sind wir in der glücklichen Lage, Spielern und Spielerinnen auf beinahe allen Niveaus – vom Neuling bis zum international erfahrenen Veteranen – ansprechenden Übungs- und Spielbetrieb zu bieten.

Die Leistungsbilanz verzeichnet denn auch zahlreiche Erfolge, allen voran die Deutsche Damenmeisterschaft 2004, die mit „Jinx“ erstmalig durch ein Team mit rein Berliner Besetzung errungen wurde. Zu nennen ist aber auch der 5. Platz des TiB-Teams bei der Mixed-DM 2004 sowie der 7. Rang des „Wall City“-Herrenteams bei den diesjährigen Meisterschaften. Last, but not least, gelang dort auch der 2. Herrenmannschaft der Sieg in der 3. Liga in einem äußerst spanneden Finale.

Zudem stellt die TiB zahlreiche Nationalspielerinnen und –spieler, die beispielsweise mit den deutschen Damen-, Mixed- und Herrenteams an der EM 2003 in Frankreich und der WM 2004 in Finnland Teil nahmen.

Vervollständigt wird unser Sportbetrieb durch eigene Turniere. Im September 2004 fand zum 4. Mal in Folge am Columbiadamm das international besetzte „Interflug“-Turnier mit knapp 200 Teilnehmern statt. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes „Hat-Turnier“, bei dem die Teams per Losverfahren aus Einzelspielern gebildet werden.

Zudem veranstalteten wir im Februar 2004 in den Katakomben der Max-Schmeling-Halle zum dritten Mal das Indoor-Pendant „Winterflug“. Mit 24 teilnehmenden regulären Teams ist dieses Hallenturnier eines der größten in Mitteleuropa. Die Abteilung hat den Zuschlag erhalten, im März 2005 an gleicher Stelle die Deutschen Ultimate-Hallenmeisterschaften einschließlich eines eintägigen Schülerturniers auszurichten.

Insgesamt also eine runde Bilanz und eine Abteilung, die zuversichtlich ist, den momentanen Erfolgskurs beizubehalten. Falls jemand Interesse am Frisbeesport (nicht nur Ultimate) hat stehen wir natürlich jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Und stets ist auch mindestens einer unserer Trainingstermine offen für alle Interessenten.

www.interflug-berlin.de