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Faustball ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Erstmals geschichtlich erwähnt wurde das Faustball-Spiel im Jahr 240 n.Chr. von Gordianus, Kaiser von Rom. Seine größte Verbreitung fand das Spiel in Deutschland, wo es seit 1893 organisiert gespielt wird. Im deutschsprachigen Raum erlangte Faustball große Beliebtheit. Deutsche Auswanderer exportierten das Spiel nach Südamerika und Südwestafrika.
In Deutschland sind 1. und 2. Bundesliga seit langem eingerichtet. Welt-, Europa- und Deutsche Meisterschaften dokumentieren heute den Leistungsgedanken. In allen Jugendklassen haben sich deutsche Schüler- und Jugendmeisterschaften etabliert. Heute sind in Deutschland in ca. 7 500 Mannschaften etwa 50 000 Spieler registriert.
Auf einem Spielfeld, das in der Mitte durch ein Band geteilt ist, stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die aus jeweils fünf Spielern bestehen. Die Positionen sind fest, es gibt also Spezialisten für Angriff, Zuspiel und Verteidigung. Jede Mannschaft hat die Aufgabe, den ihr zugeschlagenen Ball möglichst so zurückzuspielen, so dass dem Gegner der Rückschlag nicht gelingt oder doch zumindest erschwert wird. Ein Fehler beendet einen Spielgang und hat eine Angabe der Mannschaft zur Folge, die den Fehler gemacht hat. Jeder Fehler einer Mannschaft wird der anderen als Vorteil mit einem Gutpunkt angerechnet. Gewonnen hat die Mannschaft, die in einer festen Spielzeit die meisten Gutpunkte erzielte (auf Zeit) oder eine festgelegte Punktzahl zuerst erreicht hat (nach Sätzen).
Faustball kann sowohl im Freien als auch in der Halle gespielt werden. Im Freien beträgt die Größe des Feldes 50x20 m, in der Halle sind es 40x20 m. In der Mitte befindet sich in 2 m Höhe das Band.
In 3 m Entfernung von der Mittellinie befindet sich auf beiden Seiten die Angabelinie (3 m-Linie). Der Spielball wiegt maximal 380 g und hat einen Umfang von bis zu 68 cm.
Die Spieler stellen sich folgendermaßen im Feld auf:
Durch das Zusammenwirken von Abwehr, Zuspiel und Angriff entsteht das eigentliche Spiel. Mit zunehmender Stärke des Angreifers kommt es zu spektakulären Abwehraktionen der gegnerischen Mannschaft, die versucht, den Ball weiter im Spiel zu halten. Da die Bälle Spitzengeschwindigkeiten von weit über 100 km/h erreichen, zählt Faustball mit zu den schnellsten Ballsportarten überhaupt.
